Das ganz normale Leben

Das Leben im „Kasten“, wie die Thomaner ihr Alumnat selbst nennen, ist eine Welt für sich. Zentraler und wichtigster Ort ist der große Probensaal, der außerhalb der Chorproben für eigene musikalische Aktivitäten, zum Beispiel für Bandproben, genutzt werden kann. Diesem angeschlossen ist der tageslichtdurchflutete Speisesaal, in dem die Sänger dreimal am Tag zum Essen zusammenkommen. Doch das vierstöckige Haus bietet noch viele weitere Möglichkeiten.

Die Stuben, das sind die Wohnbereiche der Thomaner, ähneln einer Wohngemeinschaft mit einem großen Aufenthaltsbereich und mehreren Zimmern, die sich bis zu drei Personen unterschiedlichen Alters teilen. Neben dem eigenen Bett ist hier Platz für Hausaufgaben und persönliche Belange sowie ausreichend Raum für Beisammensein, Spiel und Spaß. Außer dem hauseigenen Fußballplatz, der zum Beispiel für Stuben-Turniere genutzt wird, gibt es eine eigene Sporthalle, einen Fitnessraum und eine Sauna. Aber auch für all diejenigen, die dem Sport nicht so sehr zugeneigt sind, finden sich viele Angebote: das Computerkabinett, die Kasten-Eisenbahn (an deren Aus- und Umbau technikbegeisterte Jungen ihre Freude finden), der Studiersaal (der auch Platz für Hausaufgabenerledigung bietet) und das Lesezimmer, in dem man sich in Ruhe seiner Lektüre widmen kann.